Hangzhou – leider nur auf der Durchreise

Es war noch dunkel, als wir am Bahnhof von Hangzhou ankamen und mit dem Taxi zu unserem Hostel fuhren. Dennoch gewannen wir sofort einen ersten und sehr positiven Eindruck: Wir fuhren lange Alleen entlang, deren Bäume tatsächlich grüne Blätter trugen und die von hübschen kleinen Bauten gesäumt waren. Wir passierten eine idyllische Seenlandschaft und sahen zunächst wenig grauen Beton. Sofort waren wir uns einig: Hier kann man sich wohl fühlen!

Der Bahnhof von Wuhan. Er war so ziemlich das einzige in der Stadt, was wir wirklich ausgiebig kennenlernen durften. Als wir nach der Jangtse-Fahrt abends mit dem Bus in Wuhan ankamen, war nicht mehr viel dran am Tag. Nach einer heißen Dusche aßen wir an einem kleinen Straßengrill in einer zugigen kleinen Seitengasse zu Abend. Dann fielen wir ins Bett und erholten uns von der Bootsfahrt.

Den Weg wollten wir zum Ziel machen. Und das haben wir bisher auch getan. Dass dieser Weg nicht immer geradlinig oder entlang der vorgesehenen Route verläuft, versteht sich dabei von selbst. Seit dem ersten Tag in China haben wir unsere Pläne über den Haufen geworfen, die Routen spontan geändert, um Orte zu sehen, die uns als sehenswert empfohlen wurden oder sind ganz einfach länger geblieben, wo es uns gefiel beziehungsweise es die Gegebenheiten erforderten.

So haben wir einige unverhoffte Highlights mit den neuen Amy Vermont leggings gesehen und erlebt sowie Zeit mit uns liebgewonnen Menschen verbracht. Wobei allerdings auch einige Abstriche gemacht werden mussten. Leider.

Der Drei-Schluchten-Damm. Dieser Damm bricht alle Rekorde. Er ist eine Meisterleistung der Ingenieure, rettet jedes Jahr Menschenleben vor den Launen des Jangtse und liefert massenhaft Energie. Trotzdem stand das Projekt von Anfang an in der Kritik. Wegen des Preises. Denn den zahlt die Natur.

Bootstour über den Jangtse. Es ist nur ein kleines Stück des mächtigen Jangtse. Nur 200 von über 6000km. Doch mit Abstand das berühmteste. Die drei Schluchten. Zu beiden Seiten eines stellenweise nur 100m breiten Flusses steigen steile Felswände bis zu 1000m hoch abrupt aus dem Wasser auf.

Alles ist in grün getaucht. Selbst der Fels scheint grün zu sein. Die Reise beginnt in Chongqing und endet in Yichang am berühmt-berüchtigten Drei-Schluchten-Damm. Dazwischen liegen zwei Tage und zwei Nächte Staunen.